HEISSE HUNDE Über 8.500 Kilometer trennen Gelsenkirchen von Seoul, aber an den Hundstagen sind Menschen überall gleich matt. Während die heißesten Tage des Jahres bei uns ab dem 23. Juli einen ganzen Monat als Entschuldigung für ausgedehnten Müßiggang herhalten, beschränken sich die Koreaner auf drei Tage und nennen die Zeit Sambok, die drei Unterwerfungen. Um die Hitze besser zu ertragen, werden an diesen Tagen besondere Speisen gegessen: Samgeyetang ist eine Hühnersuppe mit Ginseng, Knoblauch und Reis, für Nakjitang werden Oktopus und Rettich in einer kräftigen Rinderbrühe gekocht und bei Yukgaejang handelt es sich um eine scharfe Rindersuppe mit Gemüse. Das Prinzip dahinter nennt sich Iyeolchiyeol – Hitze mit Hitze bekämpfen. Übrigens: Die Nachahmung der Idee fällt ungleich leichter, als die koreanische Vokabel auszusprechen
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