HOCHKARÄTIG: GOLD Eben saßen wir noch im Bernsteinzimmer, die Blätter der Bäume leuchteten von draußen in Gelb, Orange und Gold herein. Jetzt hat der Wind das meiste von den Zweigen gerupft, die Bäume sind kahl, dafür dröhnen Laubbläser über die Wege. Der güldene Schimmer aber lässt sich immer noch anlocken – mit Gold-Dekoren. In der Porzellan Manufaktur arbeiten wir mit 24-Karat- Feingold, das auf das Porzellan gelegt und dann bei 825 Grad gebrannt wird. Was dann aus dem Ofen kommt, ist zunächst noch ein hässliches Entlein: Matt, rau und bräunlich sehen die Dekore aus. Damit ein stolzer Schwan daraus wird, muss das Gold bearbeitet werden. „Mit Achat wird vorpoliert, dann mit einem Blutstein nachgearbeitet, um das Gold zu verdichten und ihm Tiefe zu geben”, erklärt Roswitha Scholz, die 30 Jahre Erfahrung hat und sogar hören kann, ob ein Teller oder eine Figur fertig poliert ist. Das dauert je nach Objekt dreimal länger als das Bemalen und erfordert Erfahrung, Geduld und Kraft. Die hohe Kunst: das fast fertige Produkt nicht zu zerbrechen oder das kostbare Gold gar zu beschädigen. Roswitha Scholz und ihr Handgelenk haben den Prozess inzwischen verinnerlicht. „Ich spüre einfach, ob ein runder, ein flacher, ein großer Stein optimal ist – und wann ich aufhören muss.“ Was nie endet, ist die Liebe für die Verbindung von weißem und echtem Gold. |
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 | | Teller | Rokoko | Brokat Gold | 22 cm |
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 | | Teller | Lightscape | Gold |
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 | | Likörtasse | Gerippt | Goldrand |
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 | | Tablett | Lightscape | Gold |
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 | | Teller tief | Orion | Honeycomb | 22 cm |
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BLUMENWIESEN-BUNT Guckt man auf moderne Bahnhofsgebäude, wundert man sich, warum der Begriff „großer Bahnhof“ zum Synonym für festliche Empfänge wurde. Nicht so in Chicago. An der Racine Station empfängt seit zwei Wochen etwas Einzigartiges die Pendler. Fast möchte man knicksen angesichts der kunstvollen Installation „Flowers on the Blue Line" von Judy Ledgerwood. Bunt und farbenfroh leuchten die Elemente, die zusammen ein 12 Meter langes, buntes Blumenfeld ergeben. Handgefertigt über Monate nach Entwürfen der Künstlerin in der Porzellan Manufaktur, machen die Majolika-Fliesen jetzt jede Ankunft und Abfahrt zu einem Highlight. Judy Ledgerwood hat mit unseren Kunsthandwerkern Monate in der Manufaktur zugebracht, um das Projekt zu realisieren. Jede der 16 Grundformen wurde individuell glasiert und bemalt, sodass keine Blume der anderen gleicht. In der Installation fügen sich jeweils vier Fliesen zu einer stilisierten Blüte zusammen – ein Symbol für die vier Himmelsrichtungen, für Bewegung und Vielfalt. Die 24. Haltestelle auf der Blue Line wurde so zu einem Ort des ewigen Frühlings. |
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