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Barfuß-Tage

UNTER FREIEM HIMMEL

Das Leben findet im Sommer draußen statt. Es ist die Zeit, in der die Luft flirrt und Städte mittags wie ausgestorben wirken, in der Getreidefelder zum blonden Wogen werden und Enten genervt schnattern, weil sie ihr kühles, nasses Habitat mit Zweibeinern auf Luftmatratzen und Tretbooten teilen müssen. Man lernt den Musikgeschmack der Nachbarn kennen und hört die Fortschritte, die Kinder seit dem letzten Jahr am Klavier gemacht haben. Wenn die Rollläden – Rrrrrrt! – hochgezogen werden, beginnt die zweite Hälfte des Tages. Dann richten sich Blumen und Menschen, beide matt von der Hitze, wieder auf. Wir sitzen im Licht von Lampions am Tisch, tafeln fröhlich, tanzen barfuß unter einem Walnussbaum oder genießen still den Windhauch, der den Duft von Lindenblüten und das sanfte Schnaufen eines Igels im Gebüsch zu uns auf die Terrasse trägt. Die Tage sind gerade 16 Stunden lang, genug Zeit, um jede Menge Sommer-Momente zu sammeln
Ein Tisch im Garten mit Tellern und einer Vase voller Blumen, dekoriert mit Geschirr aus der Serie Lotos und Korallenwindlicht

AM GRÜNEN TISCH 

Keine Wände, kein Dach, dafür umso mehr lässige Lebensart. Kein Wunder, dass Essen an der frischen Luft seit Jahrhunderten beliebt ist. Erfunden vermutlich vom französischen Adel auf der Suche nach Laisser-faire und Distraktion, nahm Queen Victoria die Idee eines (elaborierten) Picknicks im Grünen begeistert an und ließ Gelage in den schottischen Highlands inszenieren: Unter vier gegrillten Rebhühnern, sechs Hummern und zwei Puddings ging es für die britische Monarchin und ihre Entourage allerdings kaum. Mit der Erfindung des Picknick-Korbs 1851 wurden die Briten endgültig zu Al Fresco-Fans. Die entspannte Atmosphäre zeichnet die Outdoor-Inszenierungen bis heute aus: Ein paar Tische im hohen Gras in einer stillen Ecke des Gartens geben ein Gefühl von Entrücktheit, Früchte und Gemüse sind zugleich Dekoration und Snacks, Teller mit verschiedenen Dekoren unterstreichen den ungezwungenen Charakter und Platten mit ein paar Häppchen sind nicht nur schnell zubereitet, sondern als Referenz zu verstehen: Picknick setzt sich nämlich aus den Worten „piquer“ (aufpicken) und „nique“ (Kleinigkeit) zusammen.
Gelbe Espressotasse neben einer Flamingo-Figur auf einem Tablett, aus der Nymphenburger Porzellanmanufaktur

IM DSCHUNGEL

Temperaturen über 30 Grad und ab und zu ein heftiger Regenguss – an manchen Orten fühlt man sich nicht nur am heutigen Tag der Tropen wie in einer anderen Klimazone. Mit geschlossenen Augen kann man sich einbilden, die Geräusche des Regenwalds zu hören: Es tropft, knackt und raschelt. Die Kakophonie aus Zirpen und Zwitschern, Fauchen und Quaken beruhigt, selbst wenn sie von heimischen Fröschen, Amseln und Katzen kommt statt von ihren exotischen Verwandten. Um die Illusion perfekt zu machen, haben wir eine kleine tropische Tierwelt zusammengestellt, die sich täuschend echt zwischen Palmen und Gummibäumen aus der Baumschule des Vertrauens verstecken lässt.

Image of Mandrill
Mandrill
2.280,00 €
Image of Schildkröte
Schildkröte
1.530,00 €
Image of Flamingo
Flamingo
1.420,00 €
Image of Leopard Amidou
Leopard Amidou
7.070,00 €
Eine Frau präsentiert Musu-Vase umgeben von Porzellanfiguren

 EINBLICKE: MEIN LIEBLINGSTÜCK

Das Besondere an der Porzellan Manufaktur Nymphenburg sind die Menschen, die hier arbeiten. Manu factum, von Hand gemacht, ist Versprechen und Tradition zugleich. Die Kunsthandwerker und ihre Detailverliebtheit, ihre Leidenschaft für Porzellan und ihre nie endende Kreativität sind in jedem Objekt spürbar. Wir möchten Sie einladen, in diesem (und den kommenden) Newslettern die Persönlichkeiten der Manufaktur mitsamt ihren Lieblingsstücken kennenzulernen. 
Die Musu-Vase mit ihren zwei Öffnungen kann tropisch üppig und zartes Wiesenblümchen. Das schätzt Elisa Görlitz aus der Dreherei an dem Entwurf – und das ist auch die Herausforderung. „Die Fertigung erfordert viel Geschick, weil man die kleine Vase in die große einsetzen und sie mehrmals über dem Kopf dafür drehen muss. Dabei ist sie feucht und noch instabil. Ich habe etliche Monate gebraucht, um diese Kunst zu beherrschen.“ Die 22-Jährige hat 2021 ihre Ausbildung in der Manufaktur begonnen und ist seit letztem Frühjahr fertige Geschirrkeramformerin. Ein Beruf, der Konzentration, räumliches Vorstellungsvermögen und Begeisterung für das Handwerk erfordert. Elisa bringt das alles mit. „Ich habe schon als Kind immer gebastelt, male und stricke in meiner Freizeit.” Und dekoriert ihre eigene Musu-Vase, die auf der Fensterbank in der Küche steht. Mal mit tropischen Exoten, mal mit selbstgepflückten Blumen, die sie auf dem Weg zur Arbeit entdeckt. „Morgens um 6 Uhr zum Schloss zu radeln und dann durch den Garten in die Manufaktur zu gehen, ist immer wieder magisch. Dann ist hier nur Ruhe und ein ganz besonderes Licht“, schwärmt Elisa Görlitz. 
Image of Vase | MUSU
Vase | MUSU
630,00 €

PORZELLAN MANUFAKTUR NYMPHENBURG
NÖRDLICHES SCHLOSSRONDELL 8, 80638 MUNICH, GERMANY

© 2025Porzellan Manufaktur Nymphenburg
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